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Wiener Philharmoniker
Zum Künstler Wiener Philharmoniker

Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll (WAB 108/Edition Haas)

So kann man natürlich auch einen neuen Bruckner-Zyklus beginnen lassen: gleich mit der vielleicht größten Herausforderung, nämlich der monumentalen Achten. Für Christian Thielemann sind die Sinfonien Anton Bruckners, wie sonst wohl nur die Musikdramen Richard Wagners, dringende Herzensangelegenheiten. So führte eine Aufführung der Achten bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden ihn dort zu seinem heutigen Posten als Chefdirigent. Mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er schon seit vielen Jahren verbunden ist - er dirigierte das Neujahrskonzert 2019 - startete Thielemann erfolgreich einen neuen Zyklus der Bruckner-Sinfonien. An seiner Aufführung der Vierten bei den Salzburger Festspielen 2020 bewunderte der Standard die "monumentale Kammermusik" und BR Klassik staunte: "Gekonnt disponiert Thielemann Steigerungswellen, staut den Klang vor den monumentalen Eruptionen Bruckners, die dann wie Wellenbrecher in den Saal krachen." Das lässt sich auch bei dem vorliegenden, tief bewegenden Mitschnitt der Achten - in der Edition von Robert Haas - aus dem Golden Saal des Wiener Musikvereins nachvollziehen, denn großformatig, aber flüssig, intensiv im Klang, aber subtil in den Übergängen und mit farbstarken Details ist diese meisterliche Interpretation geraten, die es mit denen der ganz Großen, wie Schuricht, Karajan, Giulini oder Wand, aufnehmen kann.

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