Roger Waters
Zu Roger Waters:

Biografie

1965 gründete Roger Waters mit seinen Studentenfreunden Richard Wright und Nick Mason die Band Sigma 6, aus der später Pink Floyd hervorging. Nach dem Weggang des Frontmannes, Hauptkomponisten und Songschreibers Syd Barrett 1968 wurde Waters nach und nach zunächst zum lyrischen, später dann zum musikalischen Kopf der Gruppe. Am stärksten ist seine künstlerische Handschrift bei den Alben "Animals", "The Wall" und "The Final Cut" (Pink Floyd) zu spüren. Letzteres ist das einzige Album der Gruppe, das ausschließlich aus Waters-Kompositionen besteht.

1985 verließ er die Band, startete seine Solo-Karriere und veröffentlichte zahlreiche Alben, u.a. sein bislang größter Solo-Erfolg "Amused to Death". 25 Jahre danach veröffentlichte Roger Waters sein viertes Soloalbum. Hatte sich die ehemalige Pink Floyd-Legende auf ihrem letzten Album noch mit der Macht des Fernsehens in der Zeit des ersten Golfkrieges auseinander gesetzt, so lieferte der Brite mit "Is This The Life We Really Want?" nun einen unerschrockenen Kommentar über die moderne Welt und die unsicheren Zeiten, in denen wir leben. Das Album steht in einer Reihe mit klassischen Pink Floyd-Alben wie "Animals" (1977) und "The Wall" (1979). 

Bei Sony Classical erscheint im November 2018 seine überaus spannende Version von Strawinskys Geschichte vom Soldaten. Begleitet von Musikern des angesehenen Bridgehampton Chamber Music Festival hat Waters – dessen Vater selbst im Zweiten Weltkrieg an der italienischen Front verschollen ist – alle drei Sprechrollen, nämlich Soldat, Teufel und Erzähler, übernommen.

Aktuelles Album

The Soldier's Tale - Narrated by Roger Waters

Künstler Roger Waters

Veröffentlichungs Datum: 26.10.2018

Mit seiner Aufnahme von Igor Strawinskys Antikriegs-Musiktheater "Die Geschichte vom Soldaten" setzt Waters seine langjährige musikalische Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg und dem persönlichen Verlust seines Vaters im Zweiten und seines Großvaters im Ersten Weltkrieg fort. Bereits innerhalb der berühmten Pink Floyd Alben "The Wall" oder "The Final Cut" beschäftigte sich Waters mit diesem Themenkreis. Das Album erscheint kurz vor dem 100. Jahrestag der Unterzeichnung des Waffenstillstands von Compiègne, der den Ersten Weltkrieg am 11. November 1918 beendete, und kurz nach dem 100. Jahrestag der Uraufführung von Strawinskys Musiktheater am 28. September 1918. Den persönlichen Bezug zu Strawinskys Werk merkt man Waters Aufnahme deutlich an. So gibt er dem Soldaten einen südenglischen Akzent aus der Arbeiterklasse - Waters selbst stammt aus Surrey in Südengland - und lässt dem gegenüber die Figur des Sprechers leise und sachlich in Hochsprache auftreten. Szenen, in denen es zum Disput zwischen dem Teufel und dem Soldaten kommt, spricht Waters mit so viel Energie und kalter Wut, dass man das Drama des kleinen Mannes, der zu viel riskiert, plötzlich hautnah spürt. Mit seiner "Geschichte vom Soldaten" (im Original "L'histoire du soldat") wollte Strawinsky seine Zuhörer aufrütteln. Roger Waters hat das Stück voller Einsatz und Hingabe zusammen Musikern des angesehenen Bridgehampton Chamber Music Festival neu zum Leben erweckt.