Jan Vogler
Zum Künstler Jan Vogler

My Tunes

Künstler
Der Cellist Jan Vogler präsentiert auf seiner neuen CD mit den Dresdner Kapellsolisten unter Helmut Branny eine persönliche Auswahl seiner Lieblingsmelodien und musikalischer Stimmungsbilder, die ihn seit seiner Kindheit begleiten. "My Tunes" wandert symbolisch auf dem Weg von St. Petersburg nach New York, und jedes der kurzen Stücke erzählt eine eigene Geschichte und spielt an einem anderen Schauplatz. "At the Fountain", die virtuose musikalische Beschreibung eines Springbrunnens, ist die populärste Komposition Carl Davidoffs (1838-1889), "Kaiserlicher Solocellist" am Petersburger Hof. Elgar schrieb den "Salut d'Amour" (Liebesgruß) 1888 für seine Frau, die bis zu ihrem Tod seine Muse und Inspiration war. Die Bewunderung einer Muse inspirierte auch Richard Wagner zu den "Wesendonck-Liedern". Unumstritten ist die künstlerische Tiefe der Musik, die der sonst so ausführliche Komponist hier in frappierender Kürze verfasst hat. Neben zwei Bearbeitungen von kantablen wie nachdenklichen Arien aus der Bach-Kantate Nr. 82 "Ich habe genug" hat Vogler auf seinem 1721 gebauten Montagnana-Cello berühmte Originalstücke mit elegischen Melodien eingespielt: Wie das von der jüdischen Musiktradition beeinflusste "Prayer" des Schweizer Komponisten Ernest Bloch und "Kol Nidrei" von Max Bruch, die beiden Tschaikowsky-Piècen "Nocturne" und das aus dem Streichquartett op. 11 stammende "Andante cantabile". Melancholie, Glückseligkeit, Poesie und das Hoffen auf die Erfüllung von Wünschen und Sehnsüchten werden abschließend in Henry Mancinis "Moon River" ebenso unverwechselbar ausgedrückt wie in den Werken von Tschaikowsky, Elgar, Davidoff, Bruch, Wagner, Bloch, Dvorák und Bach.

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