Leonidas Kavakos
Zu Leonidas Kavakos:

Biografie

Der Violinist Leonidas Kavakos gehört zur internationalen Spitze seines Faches. Aufmerksamkeit erlangte er 1985 als Gewinner des Sibelius- und drei Jahre später des Paganini-Wettbewerbs. Er ist auf der ganzen Welt als Geiger und Künstler von seltener Qualität bekannt, der für seine unübertroffene Technik, seine fesselnde Kunstfertigkeit und sein hervorragendes musikalisches Können sowie für die Integrität seines Spiels geschätzt wird. Er arbeitet mit den größten Orchestern und Dirigenten der Welt zusammen und ist ein häufiger Recitalist in den wichtigsten Konzerthallen und Festivals der Welt. Er ist ein exklusiver Künstler für Aufnahmen bei Sony Classical.

Von 2007/08 bis Herbst 2009 war Leonidas Kavakos künstlerischer Leiter der Camerata Salzburg, nachdem er seit 2002 Principal Guest Artist des Orchesters gewesen war. Leonidas Kavakos ist als Solist und Dirigent mit vielen bedeutenden Orchestern und Musikern zu erleben. Unter anderem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem hr-Sinfonieorchester, dem New York Philharmonic, dem NDR-Sinfonieorchester, dem Leipziger Gewandhausorchester. Darüber hinaus wird er mit Orchestern, wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Orchestra of the Mariinsky Theatre, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France und der Israel Philharmonic zu hören sein.

Im November 2009 war Leonidas Kavakos "Artist in Focus" am Southbank Centre in London. Das vielfältige Repertoire des Geigers spiegelt sich auch in seiner Diskographie wider. Gemeinsam mit der Camerata Salzburg erschienen 2006 bei Sony Classical die Violinkonzerte von Mozart. Im Januar 2009 folgte die mit dem ECHO Klassik 2009 ausgezeichnete Aufnahme von Mendelssohns Violinkonzert e-Moll und den Klaviertrios opp. 49 und 66 mit der Camerata Salzburg sowie dem Cellisten Patrick Demenga und dem Pianisten Enrico Pace. Kavakos spielt die "Abergavenny" Stradivarius von 1724.

Aktuelles Album

Beethoven: Violin Concerto, Op. 61, Septet, Op. 20 & Variations on Folk Song, Op. 105 & 107

Künstler Leonidas Kavakos

Veröffentlichungs Datum: 18.10.2019

Leonidas Kavakos gibt mit dem Violinkonzert, wie auch mit dem frühen Septett und den raren Variationen über Volksweisen, eindringlich seine Visitenkarte fürs Beethoven-Jahr 2020 ab.

Der ganz seltene Fall eines „kompletten“ Musikers unter den Geigern unserer Zeit: Einer der gefragtesten Solisten des internationalen Konzertbetriebs, ständiger Partner aller Top-Orchester und der profiliertesten Dirigenten. Dazu ein überzeugender Anwalt des Duo-Repertoires für Violine und Klavier. Ein begeisterter Kammermusiker ohnehin – und inzwischen auch Dirigent. All diese Facetten seiner künstlerischen Aktivitäten bildet Leonidas Kavakos’ vorliegende Doppel-CD mit Werken Ludwig van Beethovens ab. Es ist die erste Veröffentlichung des 1967 geborenen Künstlers im Rahmen seines Exklusivvertrags bei Sony Classical.

Zum großen Jubiläum fügt es sich glücklich, dass die Repertoireauswahl alle drei Schaffensperioden des Komponisten berührt. Neben dem Violinkonzert und dem populären frühen Septett ist eine kleine Rarität zu entdecken: Bei den 1817/18 entstandenen „Variationen über Volksweisen“ für Klavier (hier Kavakos‘ langjähriger Klavierpartner Enrico Pace) mit Flöte oder Violine ad libitum handelt es sich um Gelegenheitswerke für den Musikalienmarkt

Im Zentrum aber steht das Violinkonzert: Obwohl Leonidas Kavakos es seit vielen Jahren mit einigen der bedeutendsten Dirigenten aufgeführt und mehrfach auch vom Instrument aus geleitet hat, fehlte eine Einspielung dieses Repertoireprüfsteins bislang in seiner vielfältigen Diskographie.

Kavakos hat eine sehr entschiedene Perspektive auf das Beethoven-Konzert: „Meiner Ansicht nach ist Beethoven mit stilisierten Affekten nicht beizukommen – eine ‚pure‘, kontrollierte, gleichsam entkörperlichte Tongebung reich nicht aus. Beethoven lässt den Horizont des 18. Jahrhunderts weit hinter sich und schaut entschlossen nach vorn!“.

Auffällig sind Kavakos’ selbst erarbeitete Kadenzen: Der Geiger legt ihnen jene Kadenzen zugrunde, die Beethoven wohl 1809 nachträglich für die eigenhändige Klavierfassung des Konzerts (1807) niedergeschrieben hat.

Die Aufnahme mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks entstand im Kontext seiner Residenz beim Orchester rund um eine Aufführungsserie im Münchner Gasteig. Konzertmeister war Anton Barakhowsky.