Roberto Alagna
Zu Roberto Alagna:

Biografie

Seit seinem ersten Preis bei der Luciano Pavarotti International Competition 1988 und umjubelten Aufführungen in den 90er Jahren gehört Roberto Alagna zu den führenden Tenören unserer Zeit. Nachdem er sich am Anfang der Karriere vorwiegend auf lyrische Partien konzentrierte, überzeugt der in der Nähe von Paris, als Sohn sizilianischer Einwanderer, geborene Alagna zunehmend in dramatischen Partien, vor allem des französischen und italienischen Fachs. 2012 trat er in London erstmals an der Seite von Aleksandra Kurzak in Donizettis „L’elisir d’amore“ auf. Der Zaubertrank wirkte offenbar, denn beide heirateten und haben inzwischen eine gemeinsame Tochter. Alagna und Kurzak gaben Konzerte in New York und Paris und wurden für ihre Auftritte in Halévys „La Juive“ in München 2016 gefeiert. Auf ihrem Album „Puccini in Love“ präsentierten Duette auch aus weniger bekannten Werken wie „Il tabarro “ und „La Rondine“. 2019 erwies Roberto Alagna mit dem Solo-Album „Caruso 1873“ seinem großen, neapolitanischen Vorbild seine Referenz.

Aktuelles Album

Caruso 1873

Künstler Roberto Alagna

Veröffentlichungs Datum: 08.11.2019

Roberto Alagna erweist seinem großen Tenorkollegen, dem legendären Enrico Caruso, seine Referenz mit einer ungewöhnlichen Auswahl bekannter und weniger bekannter Opernarien und neapolitanischen Canzonen. Für Roberto Alagna ist er zweifellos "der größte Tenor aller Zeiten": Enrico Caruso, 1873 in Neapel geboren, 1921 in New York, wo er Jahrzehnte an der MET brillierte, gestorben. In seiner Hommage singt Roberto Alagna besondere Perlen aus Carusos weit gespanntem Repertoire. Darin findet sich selbstverständlich Puccini, der einmal Caruso fragte: "Wer hat Dich geschickt, Gott?", und der für ihn auch seine Western-Oper "La Fanciulla del West" schrieb. Aber auch Händel - "Ombra mai fu" aus Serse - und so Entlegenes wie eine Arie aus "Neron" von Anton Rubinstein. Begleitet wird Alagna hier vom Orchestre National d'Île de France unter Yvan Cassar. Einen nicht unbeträchtlichen Anteil an der Förderung von Carusos Ruhm zu Lebzeiten hatte dessen Vorliebe für neapolitanische Canzonen. So finden sich auch bei Roberto Alagna leidenschaftliche Darbietungen von Leoncavallos "Mattinata" und de Curtis' "Tu ca nun chiagne", gar von Lucio Dallas "Caruso". Dieser hatte auch großen Erfolg mit seinen Gramophon-Platten, getreu dem Motto "He made the gramophone and the gramophone made him". Bei seinen frühen Aufnahmen, die ersten entstanden in einem Mailänder Hotelzimmer, wurde Caruso auch bei Opernarien nur am Flügel begleitet. Alagna lässt diese besondere Atmosphäre bei einigen Titeln, wie Arien aus Bizets Perlenfischern oder Massenets Manon, wiedererstehen. Bei zwei Duetten ist auch Aleksandra Kurzak zu hören.