Sinfonieorchester Basel
Zu Sinfonieorchester Basel:

Biografie

Das Sinfonieorchester Basel gibt es seit der Fusion des Basler Sinfonie-Orchesters und des Radio-Sinfonieorchesters Basel im Jahr 1997. Doch das ist nur die eine Geschichte. Denn zum heutigen Sinfonieorchester führt eine Orchestertradition, die vor mehr als dreihundert Jahren ihren Anfang nahm. Es ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen. Grosse Persönlichkeiten und künstlerische Ambitionen spielen darin eine Rolle, genauso wie Institutionen, Konzertsäle und Geld. Oft hat der Name des Klangkörpers gewechselt, und mehr als einmal musste eine Trägerschaft das Orchester abgeben. Aber das Ensemble selber ist – sieht man von der kurzen Zeit während der Helvetik ab – niemals von der Bildfläche verschwunden.

Aktuelles Album

The Secret Fauré 2

Künstler Sinfonieorchester Basel

Veröffentlichungs Datum: 17.05.2019

Für das 2018 veröffentlichte Album "The Secret Fauré" erhielt das Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Chefdirigent Ivor Bolton fantastische Besprechungen: "Die Musik von Fauré ... entfaltet ihren Sog erst nach und nach und sehr subtil. Mit einem sanften Zauber, der süchtig machen kann." (NDR Kultur) In seinem neuen Album präsentiert das Orchester eine Reihe weiterer Orchester- und Konzertwerke des französischen Komponisten, Gabriel Fauré. Die meisten Einspielungen stützen sich auf die neue, vom Bärenreiter-Verlag herausgegebene kritische Gesamtausgabe von Faurés Werken, deren Notentext nach modernsten wissenschaftlichen Kriterien ediert wurde. Die Aufnahme beginnt mit der berühmten "Berceuse", ursprünglich für Violine und Klavier, dessen Uraufführung im Februar 1880 mit Fauré am Klavier erfolgte. Das Stück erscheint auf diesem Album in der Fassung für Violine und Orchester von Fauré, die im April desselben Jahres uraufgeführt wurde. Die "Romance", ursprünglich für Violine und Klavier komponiert und 1883 uraufgeführt, wurde später auch von Fauré selbst orchestriert. Doch nach dem Verschwinden des Manuskripts erstellte Philippe Gaubert eine neue Orchesterfassung. Faurés elegante, an Chopin erinnernde und damit auch Debussy vorwegnehmende "Ballade" wurde durch das "Waldweben" in Wagners Siegfried inspiriert. Das 1879 entstandene Stück war ursprünglich für Soloklavier, auf Anraten von Liszt bearbeitete Fauré es später für Klavier und Orchester. Dieses Stück erscheint auf diesem Album als Weltersteinspielung nach der neuen Bärenreiter-Gesamtausgabe, die kürzlich veröffentlicht wurde. Die "Élégie", ursprünglich für Violoncello und Klavier und bemerkenswert für ihre traurige Melodie, wurde Ende 1883 uraufgeführt und 1895 orchestriert. Die 1919 in Monte Carlo uraufgeführte musikalische Komödie "Masques et Bergamasques" setzt sich zum Teil aus früher komponierten Stücken zusammen, die Fauré zu einer mitreißenden Orchestersuite zusammenstellte. Faurés berühmte "Pavane" erfreut sich heute vor allem in seinen zahlreichen Bearbeitungen großer Beliebtheit, ist jedoch auf diesem Album in ihrer ursprünglichen Fassung für Orchester zu erleben. Das "Allegro" der F-Dur-Symphonie war lange Zeit nur in der Transkription für Klavier zu vier Händen bekannt. Die Orchesterfassung des Werkes, das nun den Titel Symphonie trug, wurde 1874 uraufgeführt. Fauré verzichtete jedoch darauf, es in sein Werkverzeichnis aufzunehmen. Auch das "Allegro" der F-Dur-Symphonie erscheint auf diesem Album als Weltersteinspielung nach der neuen Gesamtausgabe der Werke Faurés.