Sinfonieorchester Basel
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Biografie

Das Sinfonieorchester Basel gibt es seit der Fusion des Basler Sinfonie-Orchesters und des Radio-Sinfonieorchesters Basel im Jahr 1997. Doch das ist nur die eine Geschichte. Denn zum heutigen Sinfonieorchester führt eine Orchestertradition, die vor mehr als dreihundert Jahren ihren Anfang nahm. Es ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen. Grosse Persönlichkeiten und künstlerische Ambitionen spielen darin eine Rolle, genauso wie Institutionen, Konzertsäle und Geld. Oft hat der Name des Klangkörpers gewechselt, und mehr als einmal musste eine Trägerschaft das Orchester abgeben. Aber das Ensemble selber ist – sieht man von der kurzen Zeit während der Helvetik ab – niemals von der Bildfläche verschwunden.

Aktuelles Album

Luciano Berio - Transformation

Künstler Sinfonieorchester Basel

Veröffentlichungs Datum: 22.11.2019

"Ich leihe mir Zitate aus dem Museum der Vergangenheit und vermische sie mit meiner eigenen Musik." Kaum eine andere Musikerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts schöpfte das Beziehungsfeld zwischen Tradition und Moderne so kreativ aus, wie der 2003 in Rom verstorbene Luciano Berio. Seine Spurensuche begann der italienische Komponist und Dirigent bei Monteverdi und Bach. Über Schubert, Brahms, Mahler bis zu Puccini und den Beatles fand sein Weg der Anverwandlung von Zitaten und Collage-Techniken zu ganz eigenen Formen des "offenen Kunstwerks". Auf diesem Album präsentiert das Sinfonieorchester Basel unter Ivor Bolton gemeinsam mit der Sopran Sophia Burgos, dem Bariton Benjamin Appl und dem Klarinettist Daniel Ottensamer eine Auswahl von Berios Transkriptionen für Orchester. Eingespielt wurden Berios Bearbeitungen von Bachs unvollendeten Contrapunctus XIX, Manuel de Fallas 1914 komponierten Zyklus "Siete Canciones Populares Españolas", Luigi Boccherinis "La Ritirata Notturna di Madrid", Gustav Mahlers Frühen Liedern und Johannes Brahms Klarinettensonate Op. 120 Nr. 1. Auf einer zweiten CD bringt das Orchester die Ersteinspielung von Berios Bearbeitungen der drei Beatles-Songs: Michelle, Ticket to Ride und Yesterday. Michelle arrangierte Berio gleich zweimal - einmal für zwei Flöten und Cembalo sowie für Holzbläser und Streicher. Die erste Version bezieht sich augenzwinkernd - wie auch Ticket to Ride und Yesterday auf die Klangwelt von Bachs Brandenburgischen Konzerten. Die zweite Version von Michelle stellt dem barocken Konzert die opulenteren Klangfarben eines Faurés oder Ravels gegenüber.